Amazon - Knetmasse anstatt iPhone geliefert

Kunden auf Amazon haben alle Rechte, das können viele leidgeprüfte Händler bestätigen. Selbst wenn Händler - im Streitfall mit dem Kunden - von Amazon zu 100% recht bekommen und entlastet werden, kann es zu Strafpunkten am Händlerkonto führen. Strafpunkte am Händlerkonto haben eine Abstufung der Verkäufer-Performance zur Folge, diese wiederum, dass das Ranking sinkt und der Händler weniger Aufträge von Amazon vermittelt bekommt.

Nun findet jedoch eine Abzocke auf Amazon statt, die dreister nicht mehr geht und jene Geister sind, die Amazon rief! Es werden Kundenkonten eröffnet und darüber beispielhaft iPhones bestellt. Nach Erhalt der Packungen werden diese von den Bestellern geöffnet, das darin befindliche iPhone entfernt und gegen Knetmasse ersetzt. Oder behauptet dass die Packung gänzlich leer war. Danach fotografieren die mutmasslichen "Opfer" die Verpackung mit der darin befindlichen Knetmasse als Beweis und reklamieren bei Amazon. Zudem gibt es schlechte Bewertungen mit Betrugswarnungen durch die mutmasslichen "Opfer".

Was wollen die "Opfer" damit erreichen? Dass sie von den Amazon-Händlern das Geld rückerstattet bekommen und das tatsächlich vom Händler erhaltene neue iPhone selbst verkaufen. Das Opfer entpuppt sich tatsächlich als Täter und Betrüger.

Der Händler muss sich gegenüber Amazon rechtfertigen und beweisen, dass tatsächlich ein iPhone in der Packung war. Für die Händler so gut wie unmöglich zu beweisen, dass in der Versandpackung tatsächlich ein iPhone war und somit entscheidet Amazon zu Gunsten des Kunden. Es erfolgt eine Rückerstattung des Kaufpreises durch Amazon an den "Kunden".

Händler könnten sich nur dagegen schützen, indem Sie jeden Geräte-Versand mit Seriennummer als Videobeweis sichern. Damit wäre der Aufwand zu hoch und teuer und es würde sich nicht mehr rechnen.

Sieht man sich die Konten der Betrüger an, so kann man schnell feststellen, dass die Kundenkonten neu sind, es keine Anzeichen gibt dass es sich um aktive Kundenkonten handelt und diese augenscheinlich nur zum Zwecke dieser Bestellungen eröffnet wurden.

Amazon könnte es ändern, indem sie Neukunden vom Käuferschutz ausschließen, möchte das aber nicht machen. Eine klare Pattstellung zu Ungunsten des Händlers. Der Amazon-Kunde hat weiterhin alle Rechte, selbst wenn er andere abzockt und betrügt.




Harald Gschweidl
Harald Gschweidl

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