Cyber-Angriff legt A1 Telekom Austria lahm

Es passiert nicht oft, dass Cyber-Angriffe einen gesamten Konzern lahm legen. So nun geschehen bei der A1 Telekom Austria. Seit vergangenen Samstag kommt es immer wieder zu Ausfällen im Mobilnetz. Betroffen waren auch die Discount-Marken Yesss, Bob und Georg. Am Dienstag Vormittag war dann auch das Festnetz außer Betrieb. Nach Angaben der A1 Telekom Austria waren insgesamt 2,3 Millionen Festnetz- und 5,4 Millionen Mobilnetz-Anschlüsse betroffen. Der Schaden kann noch nicht beziffert werden. Zum Schaden gesellen sich vollkommen überlastete Kunden-Hotlines und zahlreich verärgerte Kunden. Daten wurden nach Konzernangaben keine gestohlen. 

 IT-Sicherheitsexperten warnen seit langem vor Hackergruppen, die sich genau auf solche Angriffe spezialisiert haben. Für die Angriffe nutzen sie meistens DDoS-Attacken. Darunter versteht man massiv viele Anfragen an einen Server in kürzester Zeit - solange bis dieser unter der Arbeitslast zusammenbricht. Bei Unternehmensangriffen wie diesen endet es meistens mit einer Aufforderung zur Schutzgeldzahlung in der digitalen Währung Bitcoins. 

Auch Telekomkonzerne in Deutschland, wie z. Bsp. Deutsche Telekom oder Vodafone, fürchten solche Angriffe und beobachten täglich sehr genau die zahlreichen "kleineren" Angriffe auf ihr Netz sowie die Zunahme von DDoS-Attacken. Beide Konzerne betrachten die Gefahr ähnlich: "Absolute Sicherheit gibt es nicht, wir versuchen uns bestmöglich zu schützen und vorzubereiten!"




Harald Gschweidl
Harald Gschweidl

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