Amazon - wider guter Sitten

Es scheint als würde Amazon weiter konsequent an seinem negativen Image arbeiten - frei nach dem Motto: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!" Wieder mal sorgt das Unternehmen auf verschiedenen Kontinenten für Aufregung. 

In Europa - speziell Deutschland - sind immer wiederkehrende Streiks mittlerweile zur Gewohnheit geworden. Vor einer Woche wurde durch die Gewerkschaft ver.di  die neue Streikwelle eröffnet. Aktuell wurde von der deutschen Gewerkschaft am ostdeutschen Standort Leipzig der Streik ausgerufen. Für Mittwoch sind die Früh- und Spätschicht zum Streik ausgerufen worden, die Mitarbeiter haben ihre Arbeit eingestellt. Grund dafür sind neue Kürzungen des Online-Riesen gegenüber den Mitarbeitern. Ver.di Streikleiter Jörg Lauenroth-Mago erklärt dies wie folgt: "Kein tarifliches Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld und 2016 wird sogar noch ein Urlaubstag gestrichen, mit fairen wertschätzendem Umgang mit den Beschäftigten hat dies nichts zu tun".

Nun liebe Leser, dem können und müssen wir uns anschließen! Amazon kennt weder eine Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeitern noch gegenüber seinen Händlern. Es zählen einzig und alleine die Dollars! Und um an diese ran zu kommen - dafür ist der Konzern schon mal gerne bereit gegen gängige Praxen zu verstossen. 

In den USA wiederum sorgt die neueste Werbekampagne für großen Unmut, stellt diese doch einen ganz schlechten Geschmack dar! Die Freiheitsstatue - ein weltweit bekanntes Symbole der USA und ganzer Stolz der New Yorker - hebt auf Werbeplakaten von Amazon den rechten Arm zum Hitler-Gruß! In einer großen roten Schärpe eingebunden, die mit dem Reichsadler und der Sonne Imperial-Japans versehen ist. Amazon beschwichtigt nur für den Beginn seiner Serie „Man in the High Castle“ aufmerksam machen zu wollen. Die USA - speziell die New Yorker - sind not amused darüber, die Reaktionen alles andere als positiv. Viele berichten dass sie ursprünglich sehr irritiert waren - bis sie begriffen, dass es sich um Werbung für eine Serie handelt. Ein New Yorker spricht stellvertretend für viele davon, dass es ihm Angst mache, U-Bahnen vollkommen bedeckt mit Nazi-Bildern zu sehen.

Doch egal was Amazon macht - die Kunden scheinen dem Internetriesen alles zu verzeihen und die Treue zu halten!




Harald Gschweidl
Harald Gschweidl

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