Von Mogelpackungen und Manipulationen

Wie bereits in unserem letzten Beitrag geschrieben, stehen viele Handelsunternehmen vor der neuen Herausforderung Internet und deren großen Online-Marktplätzen. Fakt ist: Händler verlieren an Kaufkraft und sehen sich gezwungen, den Marktplätzen im Internet anzuschließen und sich dem Preiskampf auszusetzen. Nur ist dieser Preiskampf zu gewinnen?

Insider erzählen davon, dass ohne gefälschter oder manipulierter Ware kein Geschäft auf solchen Online-Marktplätzen zu machen sei, da der Einkaufspreis von originaler Ware oftmals weit über dem Verkaufspreis von Fake-Ware liegt. Das lässt in manchen Situationen und Bereichen den Schluss zu, dass nur Händler überleben, die Imitat- oder Schwindel-Ware verkaufen und die Kunden somit zu 100% getäuscht werden.

Die Werbeindustrie versteht es, die Mogelpackungen geschickt zu verkaufen. Sind viele Verbraucher - beispielhaft in der Lebensmittelindustrie - bereits auf die Erkennung solcher Mogelpackungen sensibilisiert, so haben sie in gewissen anderen Bereichen wenig Möglichkeiten eine Mogelpackung zu erkennen. Ein Beispiel entnehmen Sie hier.

Es handelt sich um einen Internetgiganten, der versucht ein sauberes Image zu pflegen und von dem man nicht glaubt, dass er solche Methoden nötig hätte! Es ist schon zu hinterfragen, warum ein Online-Marktplatz - der schlichtweg durch seine Händler lebt - diese mit eigener Mogelware konkurrenziert!? Und das noch mit Preisen die verdächtig niedrig sind!

Durch einen Blick hinter die Kulissen kann festgestellt werden, dass dies durchaus Methode hat. Es geht sogar so weit, dass Händler - die gleiche Imitat- oder Schwindelware verkaufen - ohne Vorwarnung gekündigt werden. Begründung: Verstoß gegen die Bestimmungen! Unter bestimmten Umständen behält der Online-Marktplatz die Händler-Ware ein, um sie dann selbst unter eigenen Namen zu verkaufen! Fast könnte man meinen, dass überall, wo dieser Internetgigant tätig ist, amerikanisches Hoheitsrecht in Kraft tritt und die nationalen Rechte und Gesetze für ungültig erklärt werden.

Spätestens hier sind die Kunden und Verbraucher gefordert. Sie sollten skeptisch hinterfragen ob alles seine Ordnung hat? Manchmal gibt es Anzeichen wie Arbeitsbedingungen und damit verbundene Streiks, welche an die Öffentlichkeit dringen. Aber auch hier agieren diese Großkonzerne sehr clever. Sie geben dem Kunden gegenüber den Händlern fast alle Rechte, damit holen sie sich hohe Sympathiewerte beim Verbraucher. Zudem legen sie dem Kunden ein Machtinstrument in die Hände - die Händlerbewertung.

Spätestens damit hinterfragen viele Verbraucher nicht mehr. Ein Teil der Kunden wird sogar soweit manipuliert, dass er es geniesst dieses Machtinstrument auszuspielen. Es wurde eine neue Generation an Kunden herangezogen, in der Pädagogik würde man von verzogenen Kindern sprechen. Es wird mit schlechter Bewertung gedroht, um den Händler gefügig zu machen oder ihm seine Forderung aufzuzwingen. Schon wenige schlechte Bewertungen führen zur Sperre des Händlers - und damit oftmals zur möglichen Insolvenz. Das möchte der Großteil der Händler nicht riskieren. Und gibt es mal widerspenstige Händler, so hat der Verbraucher für diese Fälle noch eine zusätzliche Möglichkeit, die zur sofortigen Sperre führt. Wir haben bereits weiter oben erwähnt, was mit der Ware dieser gesperrten Händler passieren kann. Ein Schelm wer schlechtes denkt!

Wenn mancher amerikanischer Großkonzern genau hinterfragt wird, stellt man fest, dass dieser mit cleverem Marketing und Methodik sowohl die eigenen Mitarbeiter, die Partner, Lieferanten und auch die Kunden bzw. Verbraucher geschickt manipuliert, um diese als Mittel zum Zweck zu nutzen.

Wir möchten nicht bestreiten, dass solche Online-Marktplätze eine gute Idee sind und neue Möglichkeiten bieten. Aber es liegt vor allem in der Verantwortung der Verbraucher, mehr auf das eigene Einkaufsverhalten zu achten. Oftmals ist uns bei unserem Einkaufsverhalten nicht bewusst, wie sehr man solche Konzerne bei der Manipulation, Täuschung und Ausbeutung von Menschen und Ihrer Arbeitskraft unterstützt! Am Weg zum Ziel des Konzerns dient auch der Verbraucher als Mittel zum Zweck. Am Ziel angelangt wird der Verbraucher von den Konzernen gleich gestellt mit ihren Mitarbeitern und Händlern! Teuer getäuscht mit Imitat- und Schwindelware. Hier bewahrheitet sich ein bekanntes Sprichwort: "Wer billig kauft kauft teuer!"

Sie glauben wir übertreiben? Dann lassen Sie sich im nächsten Teil dieses Blogs - "Von der Macht der Konzerne" - mit einem gut recherchiertem Dokumentationsvideo vom Gegenteil überzeugen. 




Harald Gschweidl
Harald Gschweidl

Autor



Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung genehmigt.